Unglückliche 1:3-Niederlage zum Re-Start

Foto: W. Scholz 

Der SV Meppen hat im ersten „Geisterspiel“ gegen die Würzburger Kickers mit 1:3 (0:0) verloren. Dabei hatte das Team von SVM-Cheftrainer Christian Neidhart deutlich mehr Chancen als die Gäste und machte gerade zu Beginn der zweiten Hälfte enorm viel Druck nach vorn.

Die Anfangsphase bestimmten die Würzburger. Der SVM tat sich zu Beginn vor den leeren Rängen schwer. Viele Ungenauigkeiten und Fehler im Abspiel bestimmten die Partie auf beiden Seiten. Nach 20 Minuten kam der SVM deutlich besser in die Partie. Doch viele Fouls unterbrachen immer wieder den Spielablauf. Hassan Amin setzte mit einem scharf geschossenen Freistoß ein positives Zeichen (26.) Nur zwei Minuten später kassierte er die fünfte Gelbe Karte. Damit fehlt er beim nächsten Spiel am Dienstag in Uerdingen.

In der 35. Minute glänzte der SVM mit einer starken Offensivaktion, als Marius Kleinsorge sich mit hohem Tempo in den Würzburger Strafraum spielte, dann aber etwas zu spät auf den optimal postierten Valdet Rama passte. In der ersten Hälfte gelang beiden Mannschaften nach vorn nicht wirklich viel.

Der SV Meppen kam furios aus den Kabinen. Mit viel Druck und schnellem Spiel setzte das Team die „Rothosen“ aus Würzburg enorm unter Druck. Innerhalb der ersten zehn Minuten erspielte sich die Mannschaft von Cheftrainer Christian Neidhart eine Vielzahl hochkarätiger Chancen. Valdet Rama scheiterte mit einem satten Schuss nur knapp in der 47. Minute. Wenig später hatte Torjäger Deniz Undav das Führungstor auf dem Fuß. Die Würzburger retteten zunächstauf der Linie, bevor wieder Valdet Rama das Leder an die Latte schoss. Auch der schnelle Marius Kleinsorge verpasste mit einem sehenswerten Schuss nur knapp den Würzburger Kasten (54.).

Plötzlich gab es aber auch für die Franken wieder mehr Raum. Robert Herrmann erzielte eiskalt die Führung für die Gäste (72.). Es war die erste richtige Torgelegenheit für die Würzburger. Und es kam noch bitterer: In der 77. Minute konnte Luca Pfeiffer nach einer starken Dribbeleinlage auf 0:2 erhöhen. Schließlich traf Herrmann kurz vor Schluss für die Kickers zum 0:3. Das Ergebnis spiegelte nicht den Spielverlauf wider. Allerdings zeigte sich Würzburg enorm effizient. In der Nachspielzeit erzielte Deniz Undav noch den Anschlusstreffer zum 1:3.

SVM-Cheftrainer Christian Neidhart in der Pressekonferenz: „Man hat schon zu Beginn bei beiden Mannschaften gemerkt, dass es eine lange Pause gab. Das Ergebnis ist hinten raus zu hoch. Wie waren nach der Halbzeit bis zur 60. Minute klar am Drücker und müssen selber in Führung gehen, aber haben das Ding dann leider nicht über die Linie gekriegt. Wir haben defensiv nicht konzentriert genug gearbeitet – das hat Würzburg ausgenutzt. Damit haben wir das Spiel aus der Hand gegeben. Am Dienstag gegen Uerdingen wollen wir es deutlich besser machen.“

Tore:

0:1 Herrmann (72.)

0:2 Pfeiffer (78.)

0:3 Herrmann (89.)

1:3 Undav (90. +3)

 

SV Meppen: Domaschke - Jesgarzewski, Puttkammer, Komenda, Amin - Leugers (78. Andermatt), Egerer - Kleinsorge (78. Guder), Evseev (78. Düker), Rama (81. El-Helwe) - Undav

FC Würzburger Kickers: Müller - Ronstadt, Hansen, Schuppan, Kwadwo - F. Kaufmann, Sontheimer (81. N. Hoffmann), Gnaase (87. Hägele), Vrenezi (68. Herrmann) - Baumann (87. Rhein), Pfeiffer

Zuschauer: Wegen der Corona-Pandemie ohne Zuschauer

Von: Thomas Kemper