„Wir haben alles versucht“

Foto: M. Behlmann 

Der SV Meppen musste sich am Sonntag vor 9.041 Zuschauern in der Hänsch-Arena gegen den Tabellenzweiten Preußen Münster mit 1:2 (0:0) geschlagen geben. Wieder wurden die guten Ansätze des SVM nicht belohnt.

SVM-Cheftrainer Christian Neidhart hatte zwei Veränderungen an seiner Startelf vorgenommen: Marco Komenda (Gelb-Rot-Sperre) und Marius Kleinsorge machten Platz für Steffen Puttkammer und Nico Granatowski.

Die Preußen wurden zu Beginn ihrer Favoritenrolle gerecht und machten Druck: Nach einem Sprint von Tobias Rühle über die rechte Außenbahn setzte Martin Kobylanski den Direktschuss knapp neben den linken Pfosten (24.). Drei Minuten später war es erneut der Preußen-Kapitän, der mit einer Volleyabnahme das SVM-Tor in Gefahr brachte.

Der SV Meppen hatte bereits nach einer halben Stunde Pech: Sowohl Kapitän Martin Wagner als auch Steffen Puttkammer mussten verletzungsbedingt das Spielfeld verlassen. Für sie kamen Marius Kleinsorge und David Vrzogic. Der SVM ließ sich nicht verunsichern, und spielte zunehmend mutiger auf.Fein herausgespielte Chancen gab es allemal: Einen Schuss von Deniz Undav lenkte der sehr gute Preußen-Keeper Maximilian Schulze Niehues an die Latte. Marius Kleinsorge verfehlte in zentraler Position nur knapp das gegnerische Tor.Zur Halbzeit stand auf der Anzeigentafel ein 0:0.

Kurz nach der Pause führte ein verunglückter Rückpass von Thilo Leugers zum Führungstreffer für die Adlerträger aus Münster. Der abgefälschte Ball landete beim Preußen Tobias Rühle, der die Einladung gerne annahm und zum 0:1 verwandelte (54.). Für einen Augenblick schien der SVM verunsichert. Nur drei Minuten später schloss René Klingenburg nach Flanke von Rühle zum 2:0 (58.) für den Favoriten ab.

Ein herber Doppelschlag. Doch die Mannschaft von Christian Neidhart fand zu ihren Tugenden und gab nicht auf. Der wieder starke Nico Granatowski scheiterte erneut am Münsteraner Keeper (70.). Auch Deniz Undav und Thilo Leugers hatten kein Glück im Abschluss. Die eingewechselte Stürmer-Neuverpflichtung Nick Proschwitz zeigte sein Können in der dritten Minute der Nachspielzeit: Per Kopf erzielte er den Anschlusstreffer zum 1:2. Mit der Unterstützung der Zuschauer mobilisierte der SVM noch einmal alle Kräfte. Und tatsächlich hatte Thilo Leugers mit einem Schuss in allerletzter Sekunde den verdienten Ausgleich auf dem Fuß. Doch der stramm geschossene Distanzball jagte über das Preußen-Tor. Schlusspfiff. Endergebnis 1:2.

Nicht nur SVM-Trainer Christian Neidhart war am Ende natürlich enttäuscht. Doch er konnte seiner Mannschaft bestätigen: „Wir haben alles versucht.“ Nur kleine Unterschiede hätten das gute Spiel entschieden.

Am kommenden Mittwoch (15 Uhr) tritt der SV Meppen im NFV-Pokalspiel beim SSV Jeddeloh an. Stehplatzkarten für 9 Euro gibt es heute noch in der Geschäftsstelle des SV Meppen (15 bis 18 Uhr) und am Mittwoch in Jeddeloh an der Tageskasse.

Am Sonntag (13 Uhr) folgt das nächste Drittliga-Auswärtsspiel beim Halleschen FC.

Von: Thomas Kemper