Stellungnahme des SV Meppen zum offenen Brief von PRO Waldhof

Stellungnahme des Sportverein Meppen 1912 e.V. zum offenen Brief des Dachverbandes der Mannheimer Fans „Pro Waldhof“.

Link: http://www.pro-waldhof.de/archives/8461

Liebe SVM-Fans, Fußballfreunde und Anhänger des SV Waldhof Mannheim,

in dieser Stellungnahme nehmen wir Bezug auf den offenen Brief, den der Dachverband der Mannheimer Fans gestern, den 12. Mai 2017, an die Verantwortlichen des SV Meppen richtete.

Am Anfang möchten wir ganz klar sagen, dass wir es mehr als erschreckend und befremdlich finden, in welcher Art und Weise zum Teil in dieser Sache diskutiert wurde - auf beiden Seiten. Das sollte, bei zwei solch traditionsreichen Clubs, auch anders lösbar sein, davon sind wir überzeugt. Denn die Kommunikation der beiden Vereine untereinander empfinden wir als fair und auf Augenhöhe.

Nun nehmen wir Stellung zu den konkreten Vorwürfen, die in dem offen Brief gegen uns vorgebracht wurden:

Im offenen Brief formuliert „Pro Waldhof“, dass sich der Sportverein Meppen 1912 e.V. „weigert, Sitzplatzkarten für das Aufstiegsspiel in Meppen an Fans des SV Waldhof Mannheim auszugeben“.

Eins ist Richtig: Es werden keine Sitzplatzkarten an Fans des SV Waldhof Mannheim ausgegeben.

Der Grund hierfür liegt begründet in einem Schreiben, das der Verein am 8. Mai 2017 von der Polizeidirektion Emsland/Grafschaft Bentheim erhalten hat.

In diesem Schreiben heißt es im Wortlaut: „Da es im Sitzplatzbereich keine bauliche Fantrennung gibt und diese auch nicht gewährleistet werden kann, sind keine Eintrittskarten im Bereich der Sitzplätze an Anhänger des SV Waldhof Mannheim zu verkaufen. Die Sicherheit der Besucher kann sonst in diesen Bereichen nicht gewährleistet werden“.

Um das nochmal deutlich zu sagen: Dem SV Meppen ist es völlig fremd, sich einen gestern oft vermuteten Vorteil durch das Verweigern der Ausgabe von Karten an gegnerische Fans zu verschaffen. Wir leben die sportliche Fairness und wünschen uns sportlich faire Auseinandersetzungen, in denen am Ende der verdiente Verein mit seinem Team den Weg in die 3. Liga antreten soll.
Der SV Meppen hat in diesem Zusammenhang überhaupt keinen eigenen Spielraum.

Als Zweites beziehen wir uns auf die Postleitzahlensperre beim Onlineverkauf. Auch dieses Verfahren, das bei Risikospielen im gesamten Bundesgebiet Gang und Gebe ist, fand in Absprache mit der Polizei statt. Der Onlineverkauf kann durch Personen missbraucht werden, die über ihren Verein keine Karten bekommen - aus welchen Gründen auch immer.

Fans des SV Waldhof Mannheim, die über ihren Verein ein Ticket für das Spiel bei uns in Meppen erwerben, haben unser vollstes Vertrauen, dass sie an einer fairen Durchführung des Spiels interessiert sind. Und auch hier wollen wir deutlich werden: Die Anhänger unseres sportlichen Gegners sind in der Hänsch-Arena aufs Herzlichste Willkommen.

Der dritte Vorwurf, der im Raum steht, ist, dass der SV Meppen dem SV Waldhof Mannheim nur Vollzahlertickets zur Verfügung stellen wird. Das ist richtig.
Dass es keine ermäßigten Karten für Gästefans geben wird, ist mit den Verantwortlichen des SV Waldhof Mannheims besprochen, die dem SV Meppen ebenfalls keine ermäßigten Karten zur Verfügung stellen werden.

Wir, der Sportverein Meppen 1912 e.V., möchten zum Schluss abermals an alle appellieren, dass bestimmte Werte in der Diskussion um brisante Themen bewahrt werden sollten. Das würden wir uns wünschen. Dieser Wettkampf sollte auf dem Platz und neben dem Platz fair geführt werden.


Der Modus der Relegation hat den SV Meppen und den SV Waldhof Mannheim „zusammengeführt“, und wir sollten alle gemeinsam dafür sorgen, dass es für beide Mannschaften zwei Veranstaltungen werden, die noch lange positiv nachwirken werden.

Mit sportlichen Grüßen

Andreas Kremer, Stefan Gette, Heiner Beckmann, Heinz Speet, Daniel Eiken und Hardy Kloßek
Sportverein Meppen 1912 e.V.