SVM im letzten Heimspiel gegen Lupo Martini

Die Herbstmeisterschaft ist seit dem letzten Wochenende zwar eingetütet, doch ein Spiel gibt es in der Hinrunde noch. Dabei erwartet den SVM am Samstag (16 Uhr) zum letzten Heimspiel des Jahres in der Hänsch-Arena gegen Lupo Martini Wolfsburg eine Premiere.

Denn zwischen beiden Mannschaft ist es das erste Aufeinandertreffen überhaupt, nachdem die Wolfsburger im Sommer als überlegener Oberliga-Meister in die Regionalliga aufgestiegen sind. Doch was ist das überhaupt für ein Verein?

„Unione Sportiva Italiana Lupo Martini Wolfsburg“, so lautet der komplette Teamname und lässt schon erahnen, welch Background hinter der Mannschaft aus der Autostadt kommt. Denn im Jahr 1962 wurde der Club von italienischen Gastarbeitern gegründet, die damals in enorm großer Zahl beim Volkswagen-Konzern angestellt waren. Damit ist Lupo sogar der erste von Gastarbeitern gegründete Verein in Deutschland. Zunächst waren der „Sportclub Lupo“ und „US Martini Wolfsburg“ zwei verschiedene Vereine, ehe sie im Jahr 1981 fusionierten.

In den letzten Jahren erfolgte schließlich eine stetige Entwicklung, die sich auch in den Ergebnissen widerspiegelte. Schon 2013 hatten die Wolfsburger die Chance zum Regionalliga-Aufstieg, scheiterten damals aber in der Relegation. Diese war im vergangenen Sommer schließlich nicht mehr nötig, denn angesichts von 21 Punkten Vorsprung auf Germania Egestorf/Langreder gab es an der verdienten Meisterschaft nichts zu rütteln.

Und auch in der vierten Liga sind die Wolfsburger bislang absolut konkurrenzfähig. Nach Startproblemen und vier Niederlagen aus den ersten vier Partien haben sich die Wolfsburger in der Liga etabliert und konnten drei Siege in Serie folgen lassen. Derzeit rangiert Lupo auf einem absolut zufriedenstellenden 13. Tabellenplatz, wartet allerdings auch schon seit sechs Spielen auf einen Sieg. Dementsprechend benötigt das Team von Francisco Coppi so langsam mal wieder Zählbares, um nicht noch vor dem Winter in größere Abstiegsnöte zu geraten. A propos Coppi: Der 47-Jährige trainiert den Verein mittlerweile seit 2003! Eine schier unglaubliche Zeit, die schon beinahe Dimensionen von Arsène Wenger bei Arsenal London annimmt.

Der Charakter der Mannschaft hat sich in den Jahren allerdings ziemlich gewandelt – so ist der italienische Einfluss im Kader mittlerweile gar nicht mehr so groß. Lediglich zwei Spieler verfügen über italienische Wurzeln, darunter auch ein gewisser Andrea Rizzo. Der 23-jährige Linksaußen ist die Lebensversicherung unseres kommenden Gegners und hat bereits neun Saisontore erzielt – also genauso viele wie ein gewisser Benjamin Girth. Rizzo durchlief die Jugendabteilung des VfL Wolfsburg, spielt inzwischen aber auch schon in seinem fünften Jahr bei Lupo. Insgesamt traf er in 135 Spielen beeindruckende 75-mal.

Im Kader der Wolfsburger steht indes auch ein alter Bekannter. Jan-Christian Meier schnürte zwischen 2011 und 2014 die Fußballschuhe für den SVM und überzeugte hier sowohl als Innen- als auch als Außenverteidiger. Über Germania Halberstadt landete der 27-Jährige im Sommer in Wolfsburg – kam bislang aber noch nicht über den Status des Ergänzungsspielers hinaus. Nur siebenmal, davon lediglich einmal über 90 Minuten, kam Meier bislang zum Einsatz. Da aber Verteidiger Lennart Wiswe aufgrund einer Gelb-Roten Karte in der Vorwoche nur zuschauen darf, könnte am Samstag an alter Wirkungsstätte Meiers Stunde läuten.