SVM erhält vom DFB Drittligalizenz

„Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit ist gegeben.“

Kurz und knapp ist die Überschrift des Schreibens aus der DFB- Zentrale in Frankfurt, auf das Vorstand, Geschäftsführung sowie Verwaltungsbeirat gewartet haben. Auch wenn es im Emsland nicht wirklich Zweifel am Inhalt gab, so ist man doch erleichtert, diesen positiven Bescheid erhalten zu haben.

Darin wird mitgeteilt, dass die DFB-Zentralverwaltung die vom SV Meppen zur Verfügung gestellten Unterlagen zur Überprüfung der wirtschaftlichen Leitungsfähigkeit beurteilt hat und zu einem positiven Ergebnis für die Blau-Weißen gekommen ist. Bis zum 31. Oktober muss eine Zwischenbilanz mit Liquiditätsstatus der Aktiva und Passiva sowie eine Ergebnisrechnung des Zulassungsnehmers (SV Meppen) per 30. Juni vorgelegt werden.

Zum selbigen Zeitpunkt muss der Verband eine aktualisierte Gewinn- und Verlustrechnung für das laufende Spieljahr erhalten haben. Beide Vorgaben entsprechen normalen Vorgängen, die keinerlei Zweifel am seriösen, geschäftlichen Verhalten des Vereins aufkommen lassen. Dass der DFB sehr genau hinschaut, ergibt sich aus weiteren Terminen, welche von den Verantwortlichen des emsländischen Drittligisten einzuhalten sind. Hier wird auch deutlich, dass es mit einer einmaligen Abgabe von Unterlagen vor der Saison nicht getan ist.

Bis zum 1. August 2018 für das erste und zweite Kalenderquartal 2018, bis zum 31. Oktober 2018 für das dritte Kalenderquartal, bis zum 1. Februar 2019 für das vierte Kalenderquartal 2018 und bis zum 2. Mai 2019 für das erste Kalenderquartal 2019 müssen dem Verband rechtsverbindlich Angaben zu Lohn/Gehalt, Sozialversicherung, Lohnsteuern und Transfers gegenüber anderen Vereinen und/oder Kapitalgesellschaften gemeldet werden.

Geschäftsführer Ronald Maul erklärt, dass man parallel acht Anträge nach Frankfurt habe schicken müssen. „Da waren drei für die Männer, jeweils für die 2. Bundesliga, die Dritte Liga und die Regionalliga abzugeben“, zeigt Maul den großen Aufwand der letzten Monate auf. Dazu seien die Lizenzanträge für die Frauen (1. und 2. Bundesliga) und den weiblichen Nachwuchs einzureichen gewesen.

„Dann standen noch die U-19 und die U-17 des Jugendleistungszentrums Emsland an“, erzählt er, dass neben dem normalen Spielbetrieb, den üblichen Alltagsgeschäften und der Betreuung von Sponsoren das gesamte SVM-Team eine Arbeit abgeliefert habe, die ihresgleichen suche. „Alle haben in ihren Bereichen dazu beigetragen, dass wir jetzt ein so positives Ergebnis vorliegen haben“, lobt Maul die SVM-Mitarbeiter.

Ab Montag, den 7. Mai wird in der Hänsch-Arena mit Bauabschnitt 3 begonnen, bei dem unter anderem die Beleuchtungsstärke den Mittelwert von „E-Cam 800 Lux“ erreichen muss. Dazu wird die Beschallungsanlage weiter aufgerüstet, so dass diese den Anforderungen von Alarmierungseinrichtungen und elektroakustischen Notfall-Warnsystemen entspricht. Größter Brocken dieses Abschnitts dürfte die Rasenheizung werden, die dem Zulassungsverfahren technisch-organisatorischer Leistungsfähigkeit für Liga 3 entspricht und im Winter für frostfreien und somit bespielbaren Rasen sorgen soll.

„Dazu kommt die Video-Überwachungsanlage, welche die Sicherheit bei Bundesspielen gemäß der Versammlungsstätten-Verordnung in Niedersachsen verbessern soll“, zeigt der Meppener Geschäftsführer auf, wie weit gefächert der Forderungskatalog des DFB aufgestellt ist.


Dazu gebe es noch weitere infrastrukturelle Anforderungen für die verschiedenen Medien, die über die Spiele aus Meppen live, aufgezeichnet oder in anderer Form berichten wollten, ergänzt Maul, dass im Sommer weitere Bauarbeiten der verschiedensten Formen anstehen würden. Ferner muss der Verein ein drittligataugliches Ausweich-Stadion für die Saison 2018/2019 benennen und die uneingeschränkte Nutzungsvereinbarung vorlegen. Leicht nachgebessert werden muss noch beim Sicherheitskonzept, bei dem u.a. Rettungs- und Wegefluchtpläne für den inneren und äußeren Bereich gekennzeichnet werden müssen.


Dazu erwarte der DFB noch ein Brandschutzkonzept und die Benennung des zuständigen Beauftragten, fügt Ronald Maul an,dass es noch einige Wochen dauern werde, bis das Optimum erreicht sei. „In Zusammenarbeit mit der Stadt Meppen, anderen Behörden und den zuständigen Firmen sind wir aber sicher, dass wir auch diese Punkte bis zum Start des Spielbetriebs der Saison 18/19 abgearbeitet haben werden“, ist der SVM-Geschäftsführer guter Dinge, reibungslos in die kommende Saison gehen zu können.