SVM besiegt Braunschweig 1:0

In der Liga läuft’s. Der SV Meppen betreibt vor 1.241Zuschauern in der Hänsch-Arena Wiedergutmachung für die Pokalschlappe in Egestorf und gewinnt mit 1:0 gegen Eintracht Braunschweig II. Torschütze für den SV Meppen ist Muhamed Alawie (51.).

Die Devise für das Spiel gegen Braunschweig war klar. Wiedergutmachung für das Pokalspiel! Im Vorfeld des Spiels wurde viel über das 1:4 bei Egestorf/Langreder gesprochen. Und im Umfeld des SV Meppen war klar: Im Prinzip ist das Ergebnis gegen Braunschweig schon fast egal, Hauptsache die Jungs reißen sich den Hintern auf. Nur so könne man das Publikum zurückgewinnen, hieß es.

Verletzungsbedingt musste Neidhart umstellen. Im Tor Lars Huxsohl, der seine Arbeit in den vergangenen Spielen sehr ordentlich gemacht hat. Jesgarzeski rechts, Schepers links in der Kette. In der Mitte sollen Wigger und Geiger dicht halten. Jens Robben und Patrick Posipal auf der Doppelsechs, über rechts kommt Schnier, über links Martin Wagner. Vorne dann Pini hinter Alawie.

In den ersten Minuten zieht sich Braunschweig sehr zurück, hier ist klar, dass der Tabellenachte nur auf Konter spielen möchte. Teilweise mit Fünferkette. Daher ist es schwierig für den SV Meppen durch dieses Bollwerk durchzukommen. Daher ist der Anfang dieser Partie geprägt vom berühmten Abtasten. Aber der Wille, die Niederlage von Egestorf auszumerzen, ist zu spüren. Nach einer Abwehraktion kommt der Ball zu Pini (9.), doch anstatt die 3:2-Situation, Wagner und Alawie waren mitgelaufen, versucht Pini einen Heber aus 25 Metern, kläglich. Aber das war vielleicht eine Art Initialzündung. Nach einem langen Ball in den Sechszehner von Posipal, setzt sich Pini (11.) sehr gut durch, kann aus spitzem Winkel jedoch nicht treffen. Aber diese Szene zeigt, dass sich die Mannschaft einiges vorgenommen hat. Meppen lockt die Braunschweiger Ein ums andere Mal hinten raus, um dann selbst zu kontern. Vielversprechend ein Vorstoß, der von Alawie eingeleitet wird, in dem er im Mittelfeld das Kopfballduell gewinnt und auf Pini weiterleitet, der bedient Wagner am Strafraum, der zwei Optionen hat – direkt abzuziehen oder wieder auf Alawie zu spielen. Wagner (20.) entscheidet sich für den Pass auf Alawie, dieser kommt aber nicht an. Und so verpufft auch diese Aktion. Genau wie die zwei Minuten später. Der SVM trägt einen guten Spielzug vor bin in den Straufraum, Pini legt auf den heranstürmenden Wagner, der will quer spielen auf Schnier, aber ein Abwehrbein ist dazwischen. Aber in dieser Phase der Partie spielt eigentlich nur der SVM. Die Brust wird breiter. Auch die Zuschauer honorieren das. Braunschweig findet nicht statt.

Huxsohl im Kasten musste erst einmal einen harmlosen Schuss abfangen. Das erste Mal richtig gefährlich wird es in der 30. Minute. Nach einem Wagner-Eckball kommt Johan Wigger zum Kopfball, Engelhardt im Tor der Gäste ist schon geschlagen, aber die Kugel kann von einem Braunschweiger auf der Linie mit dem Fuß geklärt werden, im zweiten Versuch muss sich Engelhardt ganz lang machen, um die Situation zu entschärfen. Eine tolle Chance der Hausherren, die hier ganz klar das Zepter in der Hand halten. Auch die kämpferische Leistung ist sehr gut. Wigger (31.) prüft mit einem Freistoß den Keeper der Gäste. SVM-Coach immer wieder mit dem Zeichen an seine Jungs, dass sie nachschieben sollen. Neidhart möchte, dass sich sein Team noch weiter in der gegnerischen Hälfte festsetzt. Das passiert auch. Zur Pause steht es dann 0:0. Das Fazit der ersten Halbzeit fällt leicht aus. Die Spieler vom SVM haben begriffen, dass sie nur durch eine kämpferische Leistung die Zuschauer wieder auf ihre Seite ziehen können. In Hälfte Eins sieht das auch sehr gut aus. Auch wenn die ganz dicken Chancen ausbleiben, mal abgesehen vom Wigger-Kopfball, der auch hätte rein gehen können, ist der SVM hier die spielbestimmende Mannschaft. Braunschweig, so hat man das Gefühl, wollen gar keine eigenen Angriffe kreieren und sind mit dem Unentschieden bislang zufrieden. Der SV Meppen muss in der zweiten Halbzeit gar nicht so viel ändern, einzig und allein das Tor fehlt, ansonsten ist das eine überzeugende Leistung.

Die erste Chance in der zweiten Hälfte gehört dem SV Meppen. Jesgarzewski bringt über rechts Pini ins Spiel, sein Pass findet in der Mitte Alawie (48.), er scheitert aber an der vielbeinigen Braunschweiger Abwehr. In der 51. Macht es der Neuzugang aus Lüneburg besser. Nach einem Freistoß kriegen die Braunschweiger den Ball nicht aus dem Strafraum raus. Am Ende der Kette steht Alawie (51.) acht Meter vor dem Tor frei und hämmert die Kugel in den linken Winkel – 1:0 für den SVM. Zu diesem Zeitpunkt mehr als verdient, denn hier spielt nur ein Team, der SV Meppen. Der quirlige Angreifer, der in jedem Spiel rackert, erzielt damit bereits seinen siebten Saisontreffer für den SV Meppen. Und die Hausherren marschieren weiter. Sie wollen den Deckel drauf machen. Braunschweig hatte noch keine einzige echte Torchance. Meppen aber schon. In der 59. Minute zieht Schepers einfach mal drauf, Engelhardt kann entschärfen. Erst nach einer Stunde muss Huxsohl im Kasten der Meppener zeigen, dass er ein sehr guter Keeper ist. Kijewski flankt von links, am zwieten Pfosten steht Kyeremeh und nimmt die Kugel volley aus sechs Metern, aber Huxsohl pariert sehr gut. In der Folge läuft das Spiel immer noch in nur eine Richtung. Die SVM-Jungs haben spätestens jetzt das Selbstvertrauen wieder. Meppen über rechts. Der eingewechselte Maier setzt sich dank seiner Schnelligkeit durch, spielt in der Mitte auf Schnier, dessen Schuss geblockt wird. Im Nachschuss schlenzt Posipal (71.) die Kugel auf’s Tor, aber Engelhardt fliegt und kratzt den Ball mit dieser tollen Aktion aus dem Winkel. Brunschweig muss kommen, und das machen sie nun auch. Immer wieder versuchen sie jetzt eigene Situationen zu schaffen, der SVM hält aber gut dagegen. Schade ist, dass nun die Konter nicht richtig zu Ende gespielt werden, einige Male wäre die Möglichkeit dafür gegeben gewesen. In der Schlussphase geht es nun hin und her. Es fehlt das zweite Tor, das dieses Spiel entscheiden würde.

Aber auch ohne einen weiteren Treffer verdient sich der SV Meppen durch das 1:0 am Ende die drei Punkte. Meppen war über die 90 Minuten gesehen das bessere Team. Dank des siebten Treffers von Torjäger Alawie springt der SV Meppen auf den vierten Platz in der Tabelle.

 

SV Meppen: Huxsohl – Jesgarzewski – Geiger – Schnier (89. Ahillen) – Alawie – Wagner – Wigger – Schepers – Robben (74. Strompen) – Pini (69. Maier) - Posipal