SPITZENSPIEL - HEIMSPIEL - FLUTLICHT

Nein, dass die Partie zwischen den SV Meppen und dem Lüneburger SK Hansa nach acht Spieltagen das Liga-Topspiel schlechthin sein würde, das war nun wirklich nicht zu erwarten. Doch genau so ist es gekommen: Am Mittwoch (19.30 Uhr) empfängt der Tabellenführer den Zweiten und will seine makellose Bilanz auf neun Siege in neun Spielen ausbauen.

Die eigentlich für den 11. Spieltag angesetzte Begegnung wurde vorgezogen, sodass es jetzt an einem Mittwochabend unter toller Flutlicht-Atmosphäre zu diesem Spitzenspiel kommt. Dabei wird Christian Neidhart sein Team allerdings erneut umstellen müssen – denn neben dem gelbgesperrten Thilo Leugers wird auch Marius Kleinsorge ausfallen. Er hat sich gegen Drochtersen/Assel am Knie verletzt. Sebastian Schepers ist dagegen wieder zurück, bei Benjamin Girth wird es wohl maximal für einen Platz auf der Bank reichen.

Die Lüneburger sind so etwas wie die Überraschungsmannschaft der bisherigen Saison. Als einziges Team konnten sie bislang ansatzweise mit dem SVM mithalten. Doch am vergangenen Wochenende setzte es bei der 0:1-Pleite gegen den VfB Lübeck die erste Saisonniederlage für das Team von Elard Ostermann, wodurch der Rückstand auf Meppen auf fünf Punkte anwuchs. Ganz gleich wie das Spiel am Mittwoch also ausgeht – die Blau-Weißen bleiben in der Regionalliga weiter ganz oben.

Die Niederlage soll die starke Lüneburger Saison bis dato aber nicht schmälern. Denn neben dem tollen Ligastart ist der LSK auch bis ins Halbfinale des NFV-Pokals eingezogen und ist somit nur noch einen Schritt vom DFB-Pokal entfernt. Solch ein Auftakt war nach der letzten Saison wohl nicht zu erwarten. Denn da gelang den Lüneburgern erst am letzten Spieltag der Klassenerhalt. Zudem musste Lüneburg Torschützenkönig Kwasi Okyere Wriedt, der im letzten Jahr 23 Treffer erzielte, in die 3. Liga zum VfL Osnabrück ziehen lassen.

Doch vielleicht war gerade der Abgang von Wriedt auch eine Chance für Lüneburg, denn während man im vergangenen Jahr ziemlich abhängig von der Form des Torjägers war, verteilt die Mannschaft diese Last bislang sehr zufriedenstellend auf mehreren Schultern. Der offensive Mittelfeldspieler Gökay Isitan steht bereits bei fünf Toren, die Angreifer Pascal Eggert und George Kelbel waren drei- bzw. zweimal erfolgreich. Die Lüneburger sind deutlich schwerer auszurechnen, als noch im Vorjahr. Im Sommer sorgte der LSK zudem mit der Verpflichtung von Mustafa Kucukovic für Aufsehen. Der Offensivakteur galt vor einigen Jahren als großes Talent und spielte unter anderem für den Hamburger SV in der Bundesliga und für die SpVgg Greuther Fürth sowie den TSV 1860 München, konnte die Vorschlusslorbeeren aber nie langfristig bestätigen. Bislang ist Kucukovic aber lediglich Ergänzungsspieler in Lüneburg.

In der Vergangenheit sah der SVM gegen Lüneburg allerdings stets sehr gut aus. Seit dem Lüneburger Wiederaufstieg gewann Meppen vier der fünf Partien und spielte einmal Remis. Darunter war auch der Sieg im NFV-Pokal-Halbfinale vor einanhalb Jahren, der die Qualifikation für den DFB-Pokal im Sommer 2015 sicherte.

Zieht am Mittwochabend ins Stadion und unterstützt die Meppener lautstark auf dem Weg zum neunten Sieg – das Team hat sich das redlich verdient!