Punkte im Schwabenland gelassen

Foto: M. Behlmann 

Punkte im Schwabenland gelassen

Wieder bitter: Schon zum dritten Mal kassiert der SV Meppen eine Niederlage in den letzten Sekunden des Spiels. Nach den zuvor erzielten Heimsiegen gegen die „Löwen“ von Eintracht Braunschweig und TSV 1860 München musste die Mannschaft von Trainer Christian Neidhart bei der SG Sonnenhof Großaspach eine unglückliche Niederlage zum 0:1 (Halbzeit 0:0) hinnehmen.

Dabei hatte der SVM insgesamt deutlich mehr vom Spiel. Allein die herausgespielten Chancen wurden nicht genutzt. Christian Neidhart musste seine Anfangself nach dem 1:0-Heimsieg gegen 1860 München auf einer Position verändern: Nico Granatowski fehlte mit Knieproblemen und wurde durch Marius Kleinsorge ersetzt. Großaspach versuchte das Spiel über die Außen aufzuziehen, blieb aber harmlos.

Meppen machte Druck. In der 24. Minute brachte SVM-Kapitän Martin Wagner den Ball in den Strafraum, Marius Kleinsorge legte per Brust ab für Deniz Undav, der dann aber aus sechs Metern freistehend am rechten Pfosten der Schwaben vorbeischob. Kurz vor dem Halbzeitpfiff hatte Martin Wagner selbst die Führung auf dem Fuß: Sein Volleyschuss konnte der gegnerische Keeper ebenfalls parieren. Der SV Meppen hätte zur Pause führen können – ja müssen. Stattdessen stand auf der Tafel ein 0:0.

Der SV Meppen kam nicht optimal in die zweite Hälfte. Es fehlte bei vielen Aktionen an der nötigen Präzision. Chancen wurde leichtfertig vergeben. Aber Großaspach konnte diese Schwäche so gut wie überhaupt nicht nutzen. Nachdem die Schwaben eine Situation nur unzureichend geklärt hatten, setzte Thilo Leugers den Ball über das Tor (55.).

Vier Minuten später kam der erst einen Tag vorherverpflichtete Stürmer Nick Proschwitz zu seinem Debüt für den SV Meppen. Ein besonderer Moment. Marius Kleinsorge verließ für ihn das Spielfeld. Bald darauf musste ein weiterer Meppener unfreiwillig das Grün verlassen: Marco Komenda hatte Timo Röttger auf den Fuß getreten und wurde dafür vomSchiedsrichter wegen wiederholten Foulspiels mit der Gelb-Roten Karte des Feldes verwiesen (67.). Kurz vor Schluss hatte man sich eigentlich schon auf ein Unentschieden eingestellt. Doch in der dritten Minute der Nachspielzeit kam Philipp Hercher an die Kugel und überwand SVM-Keeper Erik Domaschke zum 1:0-Endstand.

Ratlose Gesichter. Die mitgereisten Meppener Fans machten den niedergeschlagenen Spielern lautstark Mut: Wieder eine tolle Geste! Trainer Christian Neidhart in der Pressekonferenz: „Es ist unbegreiflich, dass wir dieses Spiel nicht gewinnen. Wir waren gerade in der ersten Halbzeit sehr dominant – insgesamt die bessere Mannschaft.“

Es geht weiter. Am kommenden Sonntag (14 Uhr) kommt Preußen Münster in die Meppener Hänsch-Arena. Vor stimmungsvoller Kulisse ist es Zeit für einen Heimsieg.

Von: Thomas Kemper