Havelse und Pauli vergessen machen

Hätte vor der Saison jemand gesagt, der SV Meppen steht vor dem 15. Spieltag auf einem guten 5. Platz in der Tabelle und hat zwei Spiele weniger als der Tabellenführer, dann hätten wohl viele gesagt: Klar, nehm« ich!  

 Jetzt stehen wir vor dem 15. Spieltag und sind Fünfter. Doch irgendwie droht die Stimmung nach den beiden Niederlagen gegen Havelse (0:2) und bei St. Pauli (0:1) zu kippen. Denn war man am Anfang der Saison begeistert, ob der tollen Spiele,  ist nun ein wenig Ernüchterung eingekehrt an der Ems. Zwei Niederlagen, die man schönreden kann, wenn man denn will. Wie wäre es hiermit: Gegen Havelse haben sich zwei starke Mannschaften weitestgehend neutralisiert. Nur durch einen individuellen Fehler konnte der Gast in Führung gehen, das 0:2 anschließend – geschenkt. Und dann St. Pauli. Erst fallen wichtige Spieler aus (Kremer, Alawie), dann gibt es den Unfall mit dem Mannschaftsbus vor dem Spiel, dann der frühe Rückstand und kurze Zeit später die Verletzung von Kapitän Wigger. Ja, das alles könnte man anbringen als Entschuldigung – wenn man denn wollte.

Das, was gerade gegen Havelse nicht so recht funktioniert, war der Kampf, der Biss, die Leidenschaft. Ich gebe zu, ich habe das Spiel gegen St. Pauli auch nur im Fernsehen gesehen, aber mir wurde berichtet, dass es ähnlich war wie gegen Havelse. Und wer Trainer Christian Neidhart kennt, der wird wissen, dass es genau diese Tatsache ist, die ihn am meisten ärgern wird. Neidhart ist keiner, der Ausreden sucht. Neidhart ist einer, der das Problem an den Ei*** packt. Und ich bin mir sicher, dass er das den Spielern für das Flutlichtspiel am Freitag Abend (Anstoß: 19.30 Uhr) gegen den BSV Rehden mit auf den Weg geben wird. Natürlich verzeiht der Fan zwei nicht ganz so gute Leistungen. Natürlich wird auch mal eine kämpferisch eher durchschnittliche Leistung verziehen. Aber auf Dauer möchte man auch in der Hänsch-Arena sehen, dass dort unten Männer auf dem Platz stehen. Und ich glaube, dass wir das am Freitag sehen werden. Egal wie dieses Spiel ausgeht, aber es muss der Funke überspringen. Und dieses Spiel ist genau richtig dafür. Freitag Abend, Flutlicht, mit dem „Rücken zur Wand“ stehend! Als Fußballer muss man jetzt geil darauf sein, zu zeigen, was in einem steckt. Und ich bin mir sicher, dass wir das sehen werden.

Wir sehen uns im Stadion!