Frauen-DFB-Pokal - SVM unterliegt nach guter Leistung 1:3 gegen Werder Bremen

Die Fußball-Frauen des SV Meppen sind im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen den SV Werder Bremen mit 1-3 unterlegen und müssen das Ziel vom erstmaligen Einzug in das DFB-Pokal-Viertelfinale verschieben.

In der dritten Runde des diesjährigen DFB-Pokalwettbewerbs trafen mit dem SV Meppen und dem SV Werder Bremen zwei alte Bekannte aufeinander. Bis zum Aufstieg der Hansestädterinnen in diesem Sommer stand man sich in den vergangenen Jahren regelmäßig in der 2.FBL Nord gegenüber, auch im Pokalwettbewerb gab es diese Begegnung bereits. Im September 2011 unterlag man dem SV Werder mit 0-1 nach Verlängerung.

Bremen sollte – zumal inzwischen Frauen-Bundesligist –an diesem Sonntag als Favorit in die Begegnung gehen, doch hatte sich das Team des SVM einiges für eine Überraschung vorgenommen. Der SV Meppen begann verhalten, die ersten Chancen gehörten dem Gast. Ab Spielminute 15. aber bekamen die Hausherrinnen mehr Zugang zum Spiel und übernahmen – im Vorfeld hatte SVM-Coach Tommy Stroot eine offensive Ausrichtung angekündigt – zunehmend das Spielgeschehen. Der SV Meppen verstand es jedoch leider zwischen der 15. und 34. Minute nicht, seine Bemühungen in einem Torerfolg enden zu lassen und musste vielmehr ihrerseits den Gegentreffer zum 0-1 durch Stefanie Sanders hinnehmen.

Werder-Coach Steffen Rau sprach später von einer wissentlich schweren Aufgabe in Meppen und machte das SVM-Team als engagierte Mannschaft aus, die es bei der guten Atmosphäre in der Hänsch-Arena grundsätzlich verstehe, sich in ein Spiel „reinzukämpfen“. Dies wollte man unterbinden, hatte jedoch bis zum unverhofften Führungstreffer „keine gute Phase“.

An der Bremer Führung sollte sich bis zum Halbzeitpfiff nichts mehr ändern, dann trat Franziska Gieseke auf den Plan. Eine Unachtsamkeit im Defensivverbund der Gäste wusste sie in Spielminute 49. zum umjubelten Ausgleich zu nutzen. Überlegt schob sie unten rechts ein. Die 511 Stadionbesucher fieberten einer Überraschung entgegen. Doch sollte sich der Ausgleichstreffer nicht als weiter belebendes Element erweisen. Die Mannschaft verlor in der Folge den Zugang zum Spiel, Bremen zog an und hatte zwischen der 53. und der 60. Spielminute gleich mehrfach die Chance zur erneuten Führung. Der Pfosten und die starke Kathrin Klimas erwiesen sich als „Spielverderber“.

Mit dem Doppelschlag durch Maren Wallenhorst und wiederum Stefanie Sanders in den Minuten 67. und 71. viel dann die Entscheidung. Das bisweilen intensive Spiel kostete den SVM sehr viel Kraft. Daraus resultierend vermochte man in den letzten zwanzig Minuten der Partie nicht mehr nachzulegen, um sich über einen Anschlusstreffer noch einmal zurück in das Spiel zu kämpfen.

Tommy Stroot bescheinigte seiner Mannschaft nach Spielende dennoch eine sehr gute Partie gespielt zu haben, die Zuschauer bescheinigten dies durch ihre Beifallsbekundungen ebenfalls. In der kommenden Woche geht es im Liga-Alltag weiter, der SVM wird zu Gast sein bei BW Hohen-Neuendorf.

Aufstellung SVM:

Klimas – Winters – Meiners – Liening-Ewert – Dieckmann – Weiss – Beckers - Berentzen – Senß – Schulte – Gieseke



Fotos: Dr. Werner Scholz