Den HSV vor der Brust - Treffen der besten Offensivreihen


Wiedergutmachung ist angesagt – nach der bitteren und schmerzhaften 0:2-Pleite im Derby in Oldenburg, will der SV Meppen am Sonntag (15 Uhr) gegen den Hamburger SV II wieder in die Spur kommen und eventuell schon die Meisterschaft feiern. Doch der Gegner aus der Hansestadt hat es in sich.

Tabellarisch ist das Duell nämlich ein absolutes Topspiel. Die Hamburger haben sich klammheimlich in den letzten Wochen in der Tabelle nach vorne geschoben und grüßen inzwischen schon vom dritten Tabellenrang. Die Mannschaft von Dirk Kunert spielt eine richtig gute Rückserie und erntet derzeit den Lohn dafür. Nur drei von 13 Rückrunden-Spielen gingen verloren, demgegenüber stehen acht Siege.

Noch unter der Woche waren die Elbkicker gefordert und gewannen ihr Nachholspiel gegen Eintracht Braunschweig II mit 2:1. Gian-Luca Waldschmidt, eigentlich Bundesligaprofi, und Young-Jae Seo schossen den Erfolg heraus. Allerdings mussten die Hamburger den Sieg auch einigermaßen teuer bezahlen. Denn Innenverteidiger Oliver Oschkenat sah seine zehnte Gelbe Karte und fehlt in Meppen ebenso gesperrt wie Dennis Strompen. Der Mittelfeldspieler, der im vergangenen Jahr noch das Trikot der Emsländer trug, kassierte die fünfte Verwarnung, sodass es zu keinem Wiedersehen mit den alten Kollegen kommen wird.

Doch die Jungprofis des HSV verfügen auch ansonsten noch über Qualität. Mit 53 Toren stellt Hamburg nach dem SVM die beste Offensive der Liga. Die Zuschauer dürfen sich also voraussichtlich auf zwei offensiv ausgerichtete Mannschaften freuen. Bester Torschütze der Hamburger ist Törles Knöll. Der 19-Jährige kommt vor allem in der Rückserie immer besser in Schwung und hat inzwischen schon 16 Saisontore auf dem Konto stehen. Das bedeutet in der Torjägerliste hinter SVM-Angreifer Benjamin Girth den zweiten Platz.

Grundsätzlich sah der SVM in den letzten Jahren gegen den HSV aber immer richtig gut aus. Die letzte Niederlage ist bereits zehn Partien her, damals setzte es eine 0:3-Pleite in Hamburg im Frühjahr 2012. Auch das Hinspiel entschieden die Meppener für sich. 3:1 hieß es am Ende. Mirco Born erzielte kurz vor der Pause die Führung, Marius Kleinsorge erhöhte nach dem Seitenwechsel. Nach dem Anschlusstreffer von Dren Feka wurde es noch einmal eng, zumal Thilo Leugers per Strafstoß scheiterte. Einen weiteren Elfmeter versenkte Patrick Posipal dann aber in der Nachspielzeit zum Endstand.