Bye Bye Schepi - Schepers geht im Sommer

280 Mal trug er bereits das Trikot für den SV Meppen. Die Rede ist vom SVM-Dauerbrenner Sebastian Schepers. Doch diese Liebe findet leider nach 10 Jahren in diesem Sommer ein vorläufiges Ende, denn der 28-jährige Linksverteidiger wechselt zu SC Blau-Weiß 94 Papenburg, denen die Meisterschaft in der Bezirksliga und den damit verbundenen Aufstieg in die Landesliga wohl nicht mehr zu nehmen ist.

svmeppen.de: Basti, nach zehn Jahren SVM am Stück (Anm.: Schepers spielte in der Jugend schon für Meppen, in der A-Jugend für Hannover 96) wirst du den Verein in Richtung Papenburg verlassen. Warum hast du dich dazu entschlossen?

Schepers: Es ist nicht leicht, Fußball und Beruf unter einen Hut zu bekommen. Das habe ich in dieser Saison wirklich spüren müssen. Ich mache derzeit ja eine Ausbildung zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzen in Haren und bin deswegen oft unterwegs. Ich habe lange mit mir selbst gekämpft, diese Entscheidung zu treffen, aber musste dann ehrlich zu mir sein, denn in der kommenden Saison würde es zeitlich nicht besser werden und wenn man überlegt, dass der zeitliche Aufwand noch größer werden könnte, passt das leider nicht mehr zusammen, so sehr ich mir das gewünscht hätte.

svmeppen.de: Absolut nachvollziehbar. In dieser Saison bist du 16x zum Einsatz gekommen, hast auch in Rehden ein Tor erzielt, für einen Spieler, der all die Jahre Stammspieler war, ist das zu wenig, oder?

Schepers: Jammern wird es bei mir niemals geben. Aber natürlich ist es nicht einfach, wenn man weniger spielt als vorher, das ist doch klar. Dennoch brenne ich immer noch für diese Mannschaft, für diesen Verein. Und seien wir mal ehrlich: Warum soll man ständig wechseln, wenn wir erfolgreich sind. Das ist auch mir klar. In den letzten Wochen habe ich ja auch meine Einsatzzeiten bekommen und habe meinen Teil zur Meisterschaft beigetragen.

svmeppen.de: Du sprachst gerade davon, dass es einen Mehraufwand geben könnte in der kommenden Saison. Wir alle wissen, was du damit meinst. Das wird dann zum Abschluss wohl dein schönster Moment sein, den wir dir natürlich gönnen. Was war bislang das Highlight?

Schepers: Ja, du hast natürlich Recht, auch ich wünsche mir, dass der schönste und erfolgreichste Moment noch vor mir liegt. Und wenn ich gebraucht werde, werde ich zu 100% da sein. Natürlich bleibt für mich der Aufstieg in die Regionalliga 2011 und der DFB-Pokal 2015 gegen Köln für immer in Erinnerung.

svmeppen.de: Du bist Dauerbrenner und Publikumsliebling. Ich bin mir sicher, dass dich die Leute vermissen werden. Nach so einer Zeit, mit wieviel Wehmut denkst du an den Abschied?

Schepers: Es ist doch klar, dass ich jetzt schon traurig bin, wenn der tag gekommen ist. ich habe hier so viele gute Menschen kennengelernt. Spieler, Trainer, Mitarbeiter. Das werde ich natürlich vermissen. Aber erst dann, wenn es soweit ist. Jetzt sind wir eh alle noch zu sehr im Wettkampfmodus und freuen uns auf die letzten beiden Ligaspiele und dann den Showdown gegen Mannheim. Erst danach kann ich wirklich darüber nachdenken.

svmeppen.de: Papenburg, dein neuer Verein, führt derzeit drei Spieltage vor Schluss mit neun Punkten Vorsprung die Bezirksliga Weser Ems 3 an und kann nur noch rein theoretisch nicht mehr Meister werden. Es wird wohl in die Landesliga gehen. Was sind deine Ziele?

Schepers: Wie ich gerade schon sagte, ich bin noch viel zu fokussiert auf die Relegation mit dem SV Meppen. Was danach passiert, sehen wir ab dem Sommer. Dann kannst du mich gerne nochmal fragen.

svmeppen.de: Basti, vielen lieben Dank für deine Zeit. Ich denke, ich spreche da nicht nur für mich, sondern für viele Fans des SV Meppen: Wir werden dich vermissen! Und jetzt ballerst du uns hoch und dann viel Erfolg in Papenburg. Danke!

Schepers: Gerne