2. FBL - SVM am Sonntag gegen Werder

Meppen empfängt Spitzenreiter Werder Bremen
Werder kann am Sonntag Meisterschaft und Bundesligarückkehr perfekt machen

Die Fußballerinnen des SV Meppen empfangen am Sonntag (14 h) den SV Werder Bremen in der Hänsch-Arena. Eine Woche nach dem 2-2 gegen BW Hohen Neuendorf startet die Müller-Elf ins Saisonfinale und muss sich dabei an den letzten drei Spieltagen gegen die Topteams aus Bremen, Wolfsburg (II) und Gütersloh beweisen. Auch wenn der späte Ausgleich am vergangenen Sonntag Enttäuschung hervorgerufen hat, will die Mannschaft gegen Bremen insbesondere an die starke erste Spielhälfte der Vorwoche anknüpfen. Werder hingegen kann am Sonntag die Meisterschaft und Bundesligarückkehr perfekt machen.

Für Coach Roger Müller begann die Trainingswoche mit der Aufarbeitung des Spiels gegen BW Hohen Neuendorf. Meppen präsentierte sich am vergangenen Sonntag zunächst stark: Körpersprache, Einstellung, spielerisches Vermögen, da passt vieles zusammen. „Die zunächst gezeigten Leistungen stimmten mit unseren Vorstellungen von Fußball überwiegend überein“, so Müller später. Dabei haben ihm insbesondere die ersten dreißig Minuten zugesagt. In diesen viel nicht nur der Führungstreffer durch Franziska Gieseke (12. Minute), hier hätte die Überlegenheit der Meppenerinnen durchaus auch eine Fülle weiterer Treffer zur Folge haben können (müssen). Mit dem Treffer zum 2-0 (Berentzen, 56. Min.) begann auch die zweite Spielhälfte vielversprechend. Das es am Ende jedoch nur zu einem 2-2 Unentschieden langte, rief verständliche Enttäuschung hervor.

„Die Mannschaft befindet sich in einem Lernprozess, sie wird die richtigen Schlüsse daraus ziehen müssen, denn in der kommenden Saison können solche Punktverluste schmerzhaft werden“, weiß auch Maria Reisinger.
Die nächste Gelegenheit zur Umsetzung der eigenen fußballerischen Vorstellungen vor heimischem Publikum kommt prompt, wenn auch mit Werder Bremen die spielstärkste Mannschaft der laufenden Saison und der voraussichtliche Meister in der Hänsch-Arena gastiert. „Eine sicherlich schwere Aufgabe“, weiß Müller, der seiner Mannschaft aber eine Überraschung durchaus zutraut. „Es muss viel passen, keine Frage. Aber wenn die Spielerinnen ihr Potenzial schöpfen, wird es für Bremen am Sonntag schwer. Die Meisterschaft wird ihnen kaum noch zu nehmen sein, bestenfalls feiern sie diese aber eine Woche später.“

Dabei könnte es für Bremen auch im Falle eines Punktverlustes reichen, sollte der BV Cloppenburg am Sonntag im Spiel gegen Turbine Potsdam II unterlegen sein. (ml)