2. FBL - Herforder SV zu Gast in der Hänsch-Arena

Verfolgergruppe oder Spitzengruppe – das ist hier die Frage?!

Beim Spiel des SV Meppen gegen den Herforder SV am Sonntag um 14 Uhr in der Hänsch-Arena treffen der Tabellendritte und der Tabellenfünfte der 2. FBL Nord aufeinander und werden die Frage nach einem Verbleib des SVM in der Spitzengruppe oder eine Eingliederung in der Verfolgergruppe beantworten.

Nach den jüngsten Ergebnissen hat der SV Meppen Platz 2 an den BV Cloppenburg und die Tuchfühlung auf Spitzenreiter MSV Duisburg verloren. Während die Duisburgerinnen der Meisterschaft scheinbar unaufhaltsam entgegenstreben, soll die Lücke zum BVC jedoch wieder geschlossen werden. Ein „Dreier“ gegen Herford ist daher Pflicht, will man sich nicht aus der Spitzengruppe verabschieden und würde damit gleichermaßen einen Platz unter den Top 4 der Liga zementieren.

Geht es nach der Mannschaft, soll es zum Abschluss der Saison jedoch mindestens ein Platz unter den ersten Dreien der Liga sein. Nach dem aus SVM-Sicht enttäuschenden Kiel-Spiel eine Woche zuvor, haben sich Mannschaft und Trainer-/Funktionsteam auf dieses Ziel eingeschworen. Dies unabhängig der Entscheidung von Tommy Stroot, der seine Mannschaft am vergangenen Wochenende darüber informiert hat, dass er den Verein zum Saisonende verlassen und sich als dann hauptamtlicher Trainer den FC Twente Vrouwen aus Enschede anschließen wird.

Einen Wechsel auf der Bank wird es zum Sommer auch beim Gast aus Herford geben. Jürgen Prüfer wird durch Daniel Hollensteiner ersetzt. Hollensteiner ist aktuell für die Geschicke der U17 und U23 des Herforder SV verantwortlich.

Man darf daher vielleicht auch gespannt sein, wie beide Mannschaften auf die Veränderungen ihrer Kommandobrücken reagieren werden.

Ausgehend vom Hinspiel ist Spannung allemal garantiert. Drei Tore, ein Elfmeter, drei Gelbe und eine Rote Karte: das Spiel hatte eine Menge von dem, was Zuschauer erfreut! Am Ende hieß es 2-1 für Meppen. Während der SVM aktuell jedoch die Kehrtwende anstrebt, läuft die Rückrunde für Herford hingegen wie „geschnitten Brot“. Sechs Punkte aus zwei Spielen, dabei der Auswärtssieg beim letztjährigen Meister 1.FC Lübars dürften für eine gehörige Portion Selbstbewusstsein beim Gast gesorgt haben, der insgesamt vielleicht auch noch ein Stück weit hinter den eigenen Erwartungen ansteht und auch deshalb dem SVM am Sonntag einiges abverlangen wird. Tommy Stroot erwartet in jedem Fall einen zweikampfstarken und somit auch unangenehm zu spielenden Gegner, kann aber seinerseits auf den gesamten Kader zurückgreifen und somit variabel auf das Spiel der Herforderinnen reagieren (ml).