2.FBL - Nach starkem Fight unterliegen die SVM-Frauen dem Ersten

Die SVM-Frauen haben dem Spitzenreiter aus Wolfsburg am Sonntag einen harten Kampf geliefert, mussten sich zum Ende hin - nur noch zu neunt - jedoch knapp mit 1-2 zu schlagen geben. Es war ein Spitzenspiel bilanzierte Gäste-Trainer Sascha Glass nach der Pressekonferenz und räumte ein, dass sich sein Team den Sieg gegen den SV Meppen hart erarbeiten musste. Die Gratulation zur Leistung seiner Mannschaft nahm SVM-Trainer Roger Müller dankend an, sah auch er insbesondere in der zweiten Halbzeit eine stark agierende Meppener Mannschaft, die an diesem Nachmittag durchaus einen Punkt verdient gehabt hätte.

Dabei hätte die Begegnung kaum unglücklicher beginnen können. Es waren keine zwei Minuten gespielt, als Meret Wittje nach Zuspiel von Agata Tarczynska den Ball zur Wolfsburger Führung an SVM-Torfrau Kathrin Klimas vorbeilegen konnte und auch in der Folge wirkte der SVM unsortiert. Erst nach einer guten Viertelstunde fand das Team peu a peu seinen Rhythmus und kam zu ersten nennenswerten Abschlüssen durch Elisa Senß und Denise Franjkovic.

Nach 25 Minuten - und einer taktischen Umstellung - war Meppen gänzlich im Spiel angekommen und setzte über die zentral spielende Franziska Gieseke weitere Signale in Richtung Ausgleich. Wolfsburg zog sich etwas zurück, befreite sich in der 38. Minute jedoch noch einmal entscheidend und erhöhte durch Madeleine Wojtecki auf 2-0. Nur zwei Minuten später scheiterte Wolfsburg am Pfosten, danach besann sich Meppen wieder seiner Stärken und kam durch Maike Berentzen noch vor dem Halbzeitpfiff zum 1-2 Anschluss. Franzi Gieseke hat sich im Mittelfeld energisch durchgesetzt und dann einen mustergültigen Pass in die Schnittstelle der Gästeabwehr gespielt. Berentzen profitierte von ihrer Schnelligkeit und spitzelte den Ball an Gästetorhüterin Manon Klett vorbei. Der Anschluss bedeutete den erst vierten Wolfsburger Gegentreffer in der laufenden Spielzeit.

Während Wolfsburg frühzeitig wieder aus der Kabine kam, nutze Müller die Halbzeitpause vollumfänglich, um sein Team auf die zweite Hälfte einzustellen. Die erste Aktion lag wiederum auf Seiten der Meppenerinnen, Maike Berentzen wurde jedoch kurz vor dem Abschluss noch einmal entscheidend gestört. Das Spiel gewann in der Folge weiter an Klasse und der SV Meppen zunehmend ein zumindest optisches Übergewicht. Beide Teams agierten sehr diszipliniert und suchten nach den sich bietenden Möglichkeiten. Wolfsburg zog sich in dieser Phase weitestgehend zurück, profitierte aber auch von seiner starken Defensivabteilung, so dass Torchancen auf beiden Seiten zur Mangelware wurden.

Gut zehn Minuten vor dem Schlusspfiff - Meppen hatte bereits dreimal gewechselt – verlor der SVM Elisa Senß aufgrund einer offenbar schwereren Knieverletzung. Der Einstellung sollte dieser Verlust keinen Abbruch tun. Vielleicht auch gerade ob des Verlustes drängte der SVM weiter auf den Ausgleich. Erst als auch Lisa-Marie Weiss nach 91 Minuten aufgrund ihrer zweiten gelben Karten das Spielfeld verlassen musste, war das Spiel verloren.

Müller zollte seinem Team dennoch Respekt für eine kämpferisch und spielerisch sehr gute Vorstellung und verwies in der anschließenden Pressekonferenz auf die zweigeteilten sportlichen Ziele. Sicherlich auch immer das aktuelle Ergebnis und einen kurzfristig erfolgreichen sportlichen Wettkampf vor Augen, sei es gleichzeitig auch Aufgabe und Ziel die Mannschaft aufgrund ihres jungen Alters und teils fehlender Erfahrung bereits auf die Saison 2017/2018 vorzubereiten, die als Qualifikationssaison für die eingleisige 2. Frauen- Bundesliga ab 2018/2019 herhalten wird.

Das nicht der kurzfristige sportliche Erfolg ausschlaggebend ist, sondern auch die perspektivisch ausgerichtete Arbeit dokumentierten an diesem Nachmittag auch Franz Efken samt Ehegattin. Das Unternehmerehepaar überreichte in der Halbzeitpause einen Scheck an Maria Reisinger und Markus Lohle zur weiteren Unterstützung der Arbeit im Frauen- und Mädchenfußballbereich des SV Meppen 1912 e.V.